Zehn naturwissenschaftlich-technische
Vereinigungen und Fachgesellschaften,
darunter die GDCh, haben in
einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung
der Promotion in den Natur und
Ingenieurwissenschaften betont.
Ein großer Teil der Forschungsleistungen
in den Natur- und Ingenieurwissenschaften
in Deutschland werde
von Promovierenden erbracht, heißt
es in der Erklärung.
Man betrachte daher
mit Sorge, dass im Rahmen des
Bologna-Prozesses die Promotion lediglich
als „dritter Zyklus“ der akademischen
Bildung bezeichnet werde.
Seit der Erklärung von Bologna im
Jahr 1999 arbeiten mittlerweile 46
Staaten auf das Ziel hin, einen gemeinsamen Europäischen Hochschulraum
und ein „Europa des Wissens“ zu schaffen.
Am 28. und 29. April
2009 kamen die für Hochschulbildung
verantwortlichen Minister im belgischen
Leuven zusammen, um den bisherigen
Stand des Bologna Prozesses
zu bewerten und unter dem Stichwort „Bologna 2020“ die Fortsetzung des
Prozesses über das Jahr 2010 hinaus
zu diskutieren.
Die Position der Natur -und Ingenieurwissenschaften,
dass die Promotion
nicht nur als dritter Zyklus der
Hochschulausbildung, sondern vor allem
als erste Phase eigenständiger
wissenschaftlicher Berufstätigkeit zu
verstehen ist, vertritt auch Bundesbildungsministerin
Annette Schavan.
Die Natur- und Ingenieurwissenschaften
wollen mit ihrer Erklärung die europäischen
Entscheidungsträger ermutigen,
hohe Standards bei der Qualität
der Promotion anzustreben. |