| Prozessanalytik als Beruf - Studium Analytik |
Bologna und die
Analytik
Konsortium für Master-Spezialisierung
Analytische Chemie
von R. Salzer
Vorschlag für ein
Master-Programm - angeboten von einem nationalen
oder internationalen Konsortium |
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... die Ergebnisse
einer Umfrage in der Industrie, der
zufolge zwei Drittel der befragten Unternehmen
bei der Einstellung Chemiker bevorzugen, die sich während der
Ausbildung auf Analytik spezialisiert haben. Dem steht gegenüber, dass
man sich nur noch an 14 deutschen
Hochschulen auf Master- oder Promotionsniveau
auf Analytik spezialisieren
kann.
Obwohl der Bedarf an
analytisch ausgebildeten Absolventen steigt,
stehen andererseits dafür weniger
Ressourcen zur Verfügung. Mit diesen
geringeren Ressourcen muss dann
auch noch die Qualitätssicherung bewältigt
werden, |
Welche neuen Wege eröffnet
uns in diesem Zusammenhang
der Bologna-Prozess?
Leo Gros u.a.
haben beschrieben [8], welchen Weg
die Hochschule Fresenius nach über
einem Jahrzehnt Reformbemühungen
gefunden hat. Man nutzt die Synergien
aus der Zusammenarbeit mit anderen
Hochschulen aus dem In- und
Ausland, und man hat ein effektives
Firmennetzwerk entwickelt.
Eine andere Allianz hat sich im europäischen
Rahmen gebildet. Neun Universitäten – leider keine
davon aus Deutschland – arbeiten in
diesem Konsortium erfolgreich und
bieten das Euromaster-Programm
„Measurement Science in Chemistry“ an [10]. Es hat sich bestätigt, dass solche
Konsortial-Programme mit enger
Verbindung zu Praxispartnern sehr
anziehend auf eine große Zahl motivierter
Studenten wirken |
Download Artikel aus Mitteilungsblatt 3 / 2009 der FG Analyt. Chemie der GDCh
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Als
wichtiger Schritt zur Verbesserung der
Verbindungen zwischen Hochschulen
und Industrie wird dabei die Integration
des „Industrieforum Analytik“ als Arbeitskreis in die Fachgruppe angesehen.
... bei einer Befragung [6] meinten
nur 43% der angesprochenen 82
Unternehmen, dass die Ausbildung der
Analytiker ihren Ansprüchen gerecht
würde.
Die Ausbildung wird in der Regel
als zu theoretisch bewertet, notwendige
Fähigkeiten (z.B. unternehmerisches
Denken, Grundlagen der Qualitätssicherung,
Soft Skills) werden weitgehend
vermisst.
Das Berufsbild der
Analytik-Absolventen hat sich verbreitert,
doch wir haben immer weniger
Ressourcen zur Verfügung. |
Die meisten analytisch orientierten
Arbeitskreise an den Hochschulen
sind heute zu gering ausgestattet, allein
ein auf Analytik spezialisiertes
Master-Programm anzubieten. Das
gilt um so mehr, wenn auch noch die
vorher genannten Forderungen der Industrie
an die Breite des Master-Programms
erfüllt werden sollen.
Andererseits
ermöglicht es der Bologna-
Prozess heute recht einfach, dass ein
Master-Programm von einem nationalen
oder internationalen Konsortium
angeboten wird. Solch ein Verbundprogramm
kann sogar von einer nationalen
oder internationalen Agentur
akkreditiert werden, wenn z.B. ein Euromaster-
Label angestrebt wird. |
Die Hürde sehe ich bei der inhaltlichen
Gestaltung.
Hier müssen die Interessen
von Hochschulen, Großindustrie
und KMU zusammen gebracht
werden.
Es fehlen nur noch die
Signale interessierter Hochschullehrer.
Vielleicht ist dieser Beitrag ein Anstoß
für baldige Aktivitäten.
R. Salzer |
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