Das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung muss weltweit entschieden umgesetzt werden.
Weltwasserforum in Marseille: Parlamentarische Staatssekretärinnen Kopp (BMZ) und Reiche (BMU) erwarten klare Signale für Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser- und Sanitärversorgung
„Zeit für Lösungen“ – unter diesem Motto steht das 6. Weltwasserforum, das heute im französischen Marseille eröffnet wird. Der Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung ist eine der dringendsten, die gesamte Menschheit betreffende Herausforderung: Fast 900 Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu adäquaten sanitären Einrichtungen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im Jahr 2025 zwei Drittel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit betroffen sein.
Die Bundesregierung wird mit zahlreichen Beiträgen auf dem Weltwasserforum, das vom französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy eröffnet wird und zu dem mehr als 25.000 Teilnehmer erwartet werden, vertreten sein. Ziel des 1997 gegründeten Forums ist die Sensibilisierung für Wasserversorgungsprobleme und die Förderung von Wassermanagement auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.
Das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung muss weltweit entschieden umgesetzt werden, denn weiterhin haben fast 900 Millionen Menschen keinen angemessen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Sanitärversorgung. Deutschland unterstützt daher gemeinsam mit zahlreichen weiteren Staaten der „Blue Group“ eine aus Anlass des 6. Weltwasserforums veröffentlichte Erklärung zur beschleunigten Umsetzung dieses Menschenrechts.
Ende der Wasserverschmutzung: Die globalen Ziele zum Zugang zu sauberen Trinkwasser und Sanitärversorgung müssen durch Ziele zur Reduzierung der Wasserverschmutzung und Ausweitung der Abwasserreinigung ergänzt werden. Abwasser muss verstärkt als Ressource erkannt und genutzt werden.
Im Rahmen der Ministerkonferenz organisiert Deutschland gemeinsam mit der Regierung von Oman den Runden Tisch zum „Water, Energy and Food Security Nexus“, zu dem die Bundesregierung im November 2011 in Bonn eine viel beachtete internationale Konferenz ausgerichtet hatte (siehe www.water-energy-food.org). Die Bundesregierung wird außerdem an dem Runden Tisch zur Umsetzung des Rechts- auf Wasser- und Sanitärversorgung teilnehmen und auf einem Gemeinschaftsstand mit der German Water Partnership Beispiele aus ihrer internationalen Entwicklungs- und Umweltzusammenarbeit zu Wasserthemen präsentieren.
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